Luang Prabang

Nach einer lagen Busfahrt erreichte ich Luang Prabang und fuhr mit dem Tuc Tuc zunächst in Sybilles Hostel. Wir frühstückten ausgiebig, denn wir hatten uns ja lange nicht gesehen und planten das grob den nächsten Monat. Ich bekam außerdem von ihr ein paar mürrische sabbern mitgebracht, die Mama für mich gepackt hatte, endlich mal wieder Zähne putzen! Sybille hatte am Tag zuvor schon viele Leute kennengelernt und so fuhren wir mit einer Belgierin, 4 Holländern und einem Engländer zu Wasserfällen ungefähr eine Stunde von der Stadt entfernt. Sybille saß zum ersten mal auf einem Roller und war anfangs wob wenig verängstigt, besonders bei Hubbels. Nach ein paar Minuten wollte sie aber gleich selbst probieren und obwohl ich ein wenig unsicher war, ob ich ihr das schon zutraute, ließ ich die fahren. Ich muss zugeben, sie hat es wirklich gut gemacht und mutierte schnell zu einer kleinen Rennmaus weswegen wir ein wenig über Fahrerfahrung diskutierten… 

Der Wasserfall war richtig schön und das obwohl ich schon so viele gesehen habe, aber er war anders. Es gab insgesamt 3 Maurice Pools in denen man nach Lust und Laune planschen konnte und wir kletterten den Berg ganz hinauf um einen grandiosen Blick über die Landschaft zu haben.

Schon als wir vor einigen Tagen geskyped gehabt hatten, haue Sybille mich darauf vorbereitet, das ich sie Impfen musste. Sie hatte die Tollwut Impfung zu spät begonnen und deshalb den Impfstoff dabei. Ja, genau die Impfung die nicht mal jede Krankenschwester machen darf und die bei mir Frank Seiler persönlich durchgeführt hatte, denn sie ist ja so gefährlich. Guest dichten Sour das ganze Hostel nach Desinfektionsspray ab. Dann nahm Sybille aus versehen die dicke Nadel für die Impfung, die eigenlich nur zum Impfstoff absaugen gedacht war, das die anderer unbrauchbar wurde. So saß ich neben ihr, mit der Spritze in der Hand und konnte es einfach nicht. Die Holländerin war das schon etwas mehr brüde, also presste ich Sybille Arm wegschauend und die andere rammte die Nadel in den Muskel. Dann musste ich ansaugen um zu schauen, ob wir eine Blutbahn getroffen hatten. Nein,  ok, dann kann der Impfstoff in der Arm und Schule wurde es schwindelig, sie lag auf dem Boden und trank Wasser. Mal wieder eine super Geschichte und neue Erfahrung!

Abends gingen wir auf den Night Market zum all you can eat für 1,50€. Von der Qualität des Essens konnte man nichts erwarten aber allein für die Früchte hatte es sich bereits gelohnt! Nachdem wir ein wenig in einer Bar gewesen waren entschieden wir uns aber für das Bett und nicht die Kegelbahn, denn wir waren beide müde.

Am nächsten Tag standen wir früh auf und fuhren zu einer Buddha Höhle ungefähr 30km von der Stadt entfernt. Die Fahrt war schön, weswegen wir in Gedanken und Gesprächen zu weit fuhren und einen holprigen Feldweg zum Bootssteg nehmen mussten. Für Sybille war das aber eine gute Strecke um Gleichgewicht auf dem Roller zu üben, also passte es ganz gut. 

Für 50ct konnten wir parken, für 1,30€ jeweils wurden wir mit dem Boot zur Höhle gefahren. Die Höhle an sich war gefüllt von verstaubten Buddha Statuen. Während wir sie anschauten, viel mir auf, dass ein kleiner Buddha vor mir umgefallen war und so stellte ich ihn wieder auf. Sybille hatte einem Tourguide zugehört, der einem Tourist gerade erzählte, das niemand die Buddhas anfassen darf, außer ein besonderer Geistlicher, der immer einmal im Jahr kommt und die Statuen neu anordnet… Und genau in dem Moment stellte ich den Buddha auf…

Nachmittags gingen wir durch die Stadt, besichtigten den Königspalast und einen weiteren Tempel. 

Durch Zufall stolperten wir in eine Art Kloster, zumindest wohnten Mönche da und wir bekamen von Ihnen die Erlaubnis uns umzuschauen. Während wir auf ein paar Buddha Statuen zugingen meinte Sybille: «oh die bekommen ja Sauerkraut“. Ich musste so lachen… Ja ok, von weitem sieht Reis vielleich aus wie Sauerkraut aber trozdem, hier in Asien? 

Auf dem Market aß Sybille Fried Rice und wir gönnten uns ein Crêpes mit Mango / Banane und Nutella, super lecker. Dann entspannten wir ein wenig in Pool, bevor es zur Evening Cooking Class ging. Zuerst kochte der Koch die 4 Laotischen Gerichte + Luang Prabangs scharfe Soße + Sticky Rice vor, dann durften wir je zwei Gerichte nachkochen.

Die Laotische Küche ist ganz ok, aber ich glaube ich bin einfach mehr der Curry Mensch, deshalb wird mir Thailand gefallen! Aber was ich auf jeden Fall beibehalten werde von meinen bisherigen Kochkursen: viel Knoblauch hilft viel, Nüsse passen in viele Gerichte, Zitronensaft macht jedes Gericht frisch.

Gut gesättigt gingen wir über den Night Market und kauften kräftig ein. Jetzt denke ich, komm, es sind nur noch zwei Monate, solange der Backpack nicht platzt. Ich kaufte einen Jutebäutel, Tee, einen Geldbeutel und zwei super süße Täschchen. Wir gingen direkt ins Bett, denn am nächsten Tag würde unser Speed Boat nach Huay Xax an der Grenze zu Thailand gehen.

Nach dem Frühstück nahmen wir ein Tuc Tuc im Mekonghafen. Um nach Huay Yay zu gelangen kann man das Speed Boat oder das Slow Boat nehmen. Da wir ja nicht zu viel Zeit haben, und nicht zwei Tage auf dem Fluss sein wollten, entschieden wir uns für Speed. Irgendwie hatten wir nicht mitbekommen, das diese Option bei Backpackern als gefährlich bekannt ist. 

Das Boot war, im Gegensatz zu den Speed Booten die ich kannte, nicht modern, sondern klein und offen, eher wie ein Fischerkahn. Jeder bekam einen Motorradhelm außer wir, denn es hatte nicht genug. Beinfreiheit war auch Fehlanzeige, den Sybille und ich teilten und ca einen halben Quadratmeter. Die Rehlinh war vielleicht 30cm über dem Wasser. Speed hatte das Ding jedoch, mit 50 Sachen düsten wir über den Mekong und knallten besonders hart auf hohen Wellen. Abgesehen vom Sicherheitsaspekt dieses Trips war der Spaßfaktor jedoch sehr hoch, wenn es im dachlosen Boot nicht gerade regnete. Nach 7h, kurz vor dem Ziel  kam erneut ein Gewitter auf. Man sah wie sich der Himmel zusammenzog. Die Laoten begannen das Gepäck auf dem Wasser um zu stapeln. Dann dümpelten wir weiter herum, ohne Grund. Dann holte sich der Eine eine Plane. Schließlich, als es zu Regnen begonnen hatte, fuhren wir weiter. Nach 5 Minuten im krassesten Regen waren wir komplett durchnässt und schon am Ziel! Hätten die Süßen nicht so viel Zeit mit sinnlosem Dümpeln zugebracht, währen wir trockenen Fußes angelegt aber gut. Außerdem hatten sie das Raincover von meinem Rucksack verrückt, weswegen mein Backpack zum ersten mal in dieser Reise tatsächlich innen nass war… Sybille und ich checkten in das Little Hostel ein und vertrödelten den Abend mit reden und Backpack aufräumen. Leider war das Office der Gibbon Experience schon zu gewesen, weshalb wir am nächsten Tag früh aufstanden um hoffentlich den Trip direkt buchen zu können.


2 thoughts on “Luang Prabang

  1. Wie kannst du nur die heilige Statue anfassen:):) Also, wenn du da bist musst du das alles mal kochen, gell!!!!!
    Achja, veilleicht sollst du Krankenschwester werden:):)

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