Myanmar

Ach Myanmar… Ich muss zugeben, Myanmar hat mich überrascht wie kein anderes Land in Asien zuvor. Ich dachte, ja, es wird bestimmt ein paar nette Sachen zu sehen geben, aber im großen und ganzen wird es sein wie die anderen. Doch Myanmar war tatsächlich ein wenig anders und hat mich erneut ins Wundern und Staunen gebracht.

Die Reiseroute:

Von Chiang Mai in Thailand mit dem Flugzeug nach Yangoon. Per Zug einmal quer durch dieses flache Land nach Bagan. Im unbequemen Minivan nach Kalaw, von dort sind wir zum Inle See gewandert. Unser letter Stopp war Mandalay mit den umliegenden Städten bevor es mit dem Flugzeug nach Bangkok ging.

Myanmars Besonderheiten:

Vielleicht ist das jetzt nicht unbedingt typisch für Myanmar aber ich verbinde es mit dem langen Land das sich über etliche Kilometer im Osten an Thailand und im Westen unter anderem an Indien schmiegt.

Eines davon ist mit Sicherheit Tanaka. Schon an ersten Tag fragten wir uns, was denn die Farbe im Gesicht der Mensch soll. Kriegsbemalung? Schöhnleitsideal? In Wirklichkeit dient die weiße Farbe die aus gemahlenem Holz gewonnen wird der Gesichtspflege, das Sonnenschutzes und der Kühlung. In Mandalay haben wir ordentlich Tanaka geshoppt, ist ein cooles Geschenk!

Über alle Generationen hinweg.

Ist das Blut auf der Straße? Überall sieht man rote Spritzer aber es ist kein Blut sondern gefärbte Spucke. Die Farbe kommt von der Betelnuss, der wahrscheinlich am weitesten verbreiteten Droge in Myanmar. Sie wird an jeder Straßenecke in Bananenblätter gewickelt verkauft und ist zu Beginn weiß, reagiert aber mit dem Speichel zu rostrot. Sie soll aufputschend und leicht halluzinieren wirken, wir haben es nicht probiert, denn es ist krebserregend und verwandelt die Zähne in verkümmerte Stümpfte bei längerem Konsum. In Myanmar konsumiert fast jeder zweite Mann die Betelnuss und die Zahnprobleme sind deutlich in der Bevölkerung sichtbar. 

Ein Traum war der Milk Tea. Normal schmeckt mir Fertigkaffee aus kleinen Tüten, in denen schon das Milchpulver beigemischt ist, nicht, aber der Myanmar Milk Tea ist ein Traum. Erst haben wir im Hostel am Inle See einige Tüten gemopst und dann aber am Flughafen je einen 30er Pack für daheim gekauft. Ja, das ist nicht ganz Backpacker – Like aber Sybille fliegt ja bald heim und der Tee ist so gut…
Weiter geht es mit Geschmackserlebnissen: der Tomatensalat hier ist köstlich. Einmal war ich mit Julia in einem Restaurant am Inle Lake. Wir bestellten beide einen Tomatensalat, woraufhin der Kellner noch einmal zurück kam und fragte ob wir nicht zwei verschiedne Salate ordern wollten um zu teilen und mehr probieren zu können. Wir hatten aber beide so Lust auf Tomatensalat, das wir ablehnten. Ich bestellte mir sogar noch einen zweiten, woraufhin der Kellner bestimmt den Glauben in Touristen verlohr. Blablabla, der Salat ist sehr lecker, besonders ist, dass sie Sesam und Nüsse dazu tun und Zitronensaft und ein besonderes Öl verwenden. Zum Glück haben wir das Rezept von der Cooking Class in Bagan.

Aber das beste an Myanmar waren einfach die netten Menschen. Wie in keinem Land zuvor, sind die Mensen auf uns zu zugegangen und das ganz ohne Hintergedanke. Hier zum Beispiel die netten Damen wenige Stunden nach unserer Landung.

Ich hoffe so sehr, das die Menschen von Myanmar (Burmesen ist die Bezeichnung für nur einen, aber den größten, Stamm in Myanmar) ihre Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft nicht an den.Wertneutrale verlieren. Es ist so angenehm, mit ihnen zu handeln, da man nicht das Gefühl hat, dass sie einen einen sehr über den Tisch ziehen und sie haben Verständnis dafür, dass man nicht alles kaufen kann, was sie zu verkaufen haben. Sie sind ein sehr ehrliches Volk und ich habe mich immer sicher gefühlt, obwohl Teile des Landes immer noch im Bürgerkrieg sind. 

Nun meine Myanmarreise im Schnelldurchlauf:

Yangoon: ehemalige Hauptstadt.

Bunte kleine Tempel und hinter jedem Buddha blinkt das Neonlicht.

Die Shwedsgon Pagoda ist DAS (einzige) Highlight der Stadt und entschädigt für die weite Reise. Ansonsten ist die Stadt ein Paradebeispiel für den Spagat Asiens zwischen Tradition und Moderne. Um Tempel werden Kreisverkehre gebaut und neben heruntergekommenen Häusern werden hoch moderne Kaufhäuser ertichtet.

Bei Nacht ist sie traumhaft.

Mit den Zug fuhren wir 18 Stunden nach Bagan, Myanmars berechtigtem Touristenmagnet, die Stadt ist Traumhaft!

Ich glaube ich hätte mindestens noch 4 Tage länger bleiben können und weitere Tage damit verbracht, geheime Gänge auf Pagoden und Tempel hinauf zu finden. Der Ausblick war ein Augenschmauß. Grüne Wiesen, Palmen oder andere Bäume so weit das Auge reicht und alle 100 Meter ragt ein kleiner oder großer Tempel aus dem Grün hervor.

Während der Free-Tempel-Tour  besuchten wir eine kleine Community und konnten dort zuschauen wir sie ihre Stoffe webten und den Faden gewinnen.

Ist schwerer als es aussieht…
Jeder Tempel war ein wenig anders und auch heute noch werden neue Tempel errichtet. Leider werden die Alten wohl schlecht und nicht deteilgetreu restauriert.
Die Sicht über Bagan ist mit Sicherheit eine meiner Lieblingsaussichten dieser Reise.

Von Bagan aus fuhren wir nach Kalaw und wanderten 2 Tage lang zum Inle See.

Kinder in einem Dorf auf dem Weg.

Am Inle Lake nutze ich die Zeit um ein wenig zu entspannen bevor es über Nacht nach Mandalay ging.

Dort gingen wir noch einmal richtig Sightseeing machen.

Die alte Bibliothek.
Frauen sticken Pallietten von Hand auf.
Blick über den Fluss vom Tempel aus.
Mönche auf den Weg zum Essen. Übrigens essen die Mönche Frühstück um ca. 6 Uhr und dann noch einmal mittags. Den Nachmittag und Abend essen sie nichts mehr.
Schöne Landschaft in Inva nahe von Mandalay wo wir per Pferdekutsche die Gegend erkundeten.
Hier kann man nochmal das Tanaka sehen.
Schöne alte Buddhas in Inva.
Eine kleine Nonne. Sie tragen alle rosa doch viele hören mit 18 oder früher auf, weil sie lange Haare wollen.
Der Sonnenuntergang an der längeren Tekahokzbrücke.
An diesem Tag habe ich glaube ich die meißten Sehenswürdigkeiten innerhalb eines Tages gesehen. Kein Tag war so ereignisreich und voller verschiedener Plätze zum.anschauen wie dieser.
Hier im Königspalast in Mandalay haben wir uns so fame gefühlt wie Könige. So viele wollten mit uns Fotos schießen und ihre Stimme war teilweise zittrig, so aufgeregt waren sie, als die fragten.
Hier eine ganze Gang cooler Jungs die unbedingt einbind mit uns wollten und sich fast geschupst haben um neben uns zu stehen.

Mein Lieblingsmoment in Myanmar war glaube ich in Bagan als ich auf der Pagode saß und einfach nur die Aussicht genoss und dann Au au zu mir hoch kletterte und wir uns eine halbe Stunde sehr nett unterhielten. Bagan ist auch mein Lieblingsort in Myanmar, auf jeden Fall. Danach vielleich die strahlende Shwedagon Pagode und dann auf einem Level Mandalay und Inle Lake.

Blick über den Königspalast in.Mandalay von ganz oben!

Nun aber zu Zahlen und Fakten!

Wie waren 13 Tage in Myanmar und ich habe grob überschlagen 290€ in der Zeit ausgegeben. Somit komme ich auf einen Tagesschnitt von etwas mehr als 22€. Klingt ja gut, wenn man nun aber fairerweise den Flug nach und von Myanmar miteinrechnet kommt man auf 496€ und einem Schnitt von etwas mehr als 38€ pro Tag.

 Dieses mal ist die Statistik glaube ich tatsächlich aussagekräftig für das Land an sich. Unterkünfte sind ein wenig teuerer als in anderen Ländern und Sightseeing ist der größte Punkt, weil jede Stadt ein Art Touristen Zonen Ticket hat, es beispielsweise in Bagan 20€ kostet.

Ich bin sehr froh hier nach Myanmar gekommen zu sein, es ist eines meiner Lieblingsländer und  auf jeden Fall meine bisher Lieblings Asiatenbevölkerung. Die Menschen haben mir dieses Land versüßt, wieder mal eine Bestätigung dafür, wie wichtig es doch ist, was für Menschen uns umgeben.


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