Bangkok

Ganz unproblematisch flogen wir von Mandalay nach Bangkok und fuhren mit dem Bus bis zur Koh San Road, Bangkoks Touri Partymeile. Wir checkten bei Mad Monkey ein und ich konnte endlich meine Wäsche waschen, eines der schönsten Gefühle des Backpackers. Sybi und ich gingen Curry essen, da Jans Bus Verspätung hatte. 

Dann sah ich nach 11 Monaten mein liebes Bruderherz wieder und freute mich sehr. Es war so krass, das er heut plötzlich da war… 

Unser Wiedersehen feierten wir ein wenig auf der Partystrasse, waren aber alle recht müde und feierten für Bangkokverhälltnisse sehr low.

Gemeinsam mit Ori aus Israel, den wir aus Myanmar kannten trank ich ein “Bucket“ (Cocktail aus dem Eimer).

Am nächsten Tag ging es mal wieder zum Arzt, lustig, dass die ersten Tage mit meinem Asienbesuch von Daheim sich doch immer um Tollwut drehten. Sybi hatte ich ja damals die Impfung in Laos gegeben und Jan hatte am Tag zuvor mit einem Affen gekämpft und Blessuren bekommen. Aber keine Panik auf der Titanik, wir wissen ja nicht einmal, ob der Affe, der sich wohl bedroht gefühlt haben muss, tatsächlich Tollwut gehabt hat. Außerdem hat Jan die Impfung im letzten halben Jahr durchgeführt aber man will ja nichts riskieren. Bei Dr. Koh San wurden seine Kratzerlein mit Affenbaktierienkiller eingeschmiert und er bekam die Passiv- Impfung für Tollwut hinterher. Dann planten wir unsere Bangkok Zeit und buchten einer Tour nach Ayutaya sowie eine Cooking Class. 

Nachmittags war Sybille ein wenig krank und blieb im Hostel während Jan und ich andere Teile Bangkoks erkundeten, uns über die vergangene Zeit unterhielten und Tretbot fuhren.

Dann gingen wir noch auf dem Night Market und (ich) in eine Ping Pong Show- alles Erfahrungen und gehört irgendwie zu Bangkok dazu.

Am nächsten Tag gingen wir gemeinsam mit Christen aus Kanada, der mit uns das Zimmer teilte zum berühmten Königspalast, der wirklich sehr sehenswert ist. Leider lassen sie einen (selbst Jungs) nur mit langen Hostel und durch T-Shirts bedeckte Schultern rein und so mussten wir die überteuerten Kleidungstücke vor dem Palast kaufen, ein wenig nervig.

Alles voller Mosaike.
Diese Gebäude sind meist nicht zugänglich.
Sehr prachtvoll.

Die Thais sind ja sehr königsfanatisch. Der sehr beliebte alte König ist versagenen November verstorben. Für mindestens einen Monat trug ganz Thailand schwarz. Auch heute noch tragen viele Trauerkleidung. Die Menschen hier stehen an, um die Leiche des Königs zu besuchen, die wohl ein Jahr zur Schau gestellt wird, hoffentlich gekühlt.

Abends gingen wir noch auf den Chatunchat Market und danach auf den nahegelegenen Night Market. Das war das beste Shopping überhaupt! Richtig modische Kleidung nicht nur die üblichen Touri- Elefantenhosen und Strandkleider sondern ernsthafte Mode und so shoppte ich ordentlich auch fürs Studium. Jan fand ein paar coole T Shirts und Sybi kaufte den ganzen Markt leer.

Am nächsten Tag fuhren wir mit einer Minivan-Tour nach Ayutaya und besichtigten die dortigen alten Königspaläste und buddhistischen Tempel. Für Sybille und mich war es wie ein kleinst Ausflug zurück nach Myanmar aber für Jan natürlich etwas ganz neues! Es freut sich sehr, das er auch noch ein paar late Tempel gesehen hat!

Liegende(r) Buddha(s)

Viele der Tempel hatten die Pagoden oder die Ananas Form und waren teilweise schräg wie der schiefe Turm von Pisa.

Das ist das berühmte Ayutaya Bild. Der von Wurzeln umschlungene Buddhakopf.

Abends gingen wir in die Above Eleven Rooftop Bar um Sybilles letzten Abend zu feiern. Wir bekamen besonderen Service weil Domi für uns gebucht hatte und die Bedienungen von seiem Aufenthalt in Bangkok kannte. Das war schon ganz lustig und die Cocktail Preise waren wie bei uns daheim also super günstig wenn man die Lage miteinbezieht. 

Es war zwar nicht das höchste Gebäude der Welt und deshalb für Jan, der am Anfang der Woche in Dubai gewesen war, nicht gerade das Highlight aber der Blick war schön und die Athmosphäre gut. 

Hier unsere Bedienung:)

Wie schafften es trotz Stau genau vor Sonnenuntergang da zu sein und konnten so Bangkok bei Tag und Nacht von oben genießen.

Lecker Cocktail!

Bei Nacht
Sonnenuntergang

Da der Nachbartisch so leckere Nachtische verspeiste bestellen wir hinterher.

Am nächsten Tag waren wir bei May Kaydees Cooking School angemeldet. Das war die beste Cooking Class meiner Reise bisher, denn der Koch war sehr motiviert und freundlich. Ausserdem hatte man das Gefühl es war tatsächlich geplant und gut vorbereitet, alle Lebensmittel wurden immer geschnitten hingerichtet, während wir die Rezepte besprachen und in die kleinen Kochbücher notierten.

Wir lernten verschiedene Gerichte und begannen mit Chilli – Paste, die sehr ölig ist und die Grundlage für die meißen der anderen Gerichte war.

Dann lernten wir auch wie man Frühlingsrollen rollt und konnten diese dann auch gleich gemeinsam mit der Peanut Soße (die richtig lecker war) essen.

So sahen meine dekorierten Frühlingsrollen aus. Hier gibt es übrigens auch frische Frühlingsrollen, die nicht frittiert werden, wie eine Art Salat in der Reisnudel.

Selbstverständlich lernten wir auch Pad Thai, Thailands leckeres Nudelgericht, was Jan durchschnittlich ein bis zwei mal am Tag reinschiebt.

Wenn ich zuhause bin brauche ich unbedingt so einen Wok und ich glaube gerade die asiatische Küche wird sich auch in Zukunft in meinem Speiseplan befinden. Doch so gesund wie man daheim denkt, ist es nicht… Jedes Gericht hat bestimmt 2 EL Zucker und jede Menge Öl. Unser Kochlehrer erzählte uns, dass sie sogar extra für is Touristen nur 1/4 so viel Öl verwenden.

Zum Glück lernten wir hier auch das Massaman Curry, dass ich schon mal in Chiang Mai hatte und mein Lieblings Curry ist.

Tatsächlich gesund und sehr lecker ist der Papaya Salat, dabei wird green Papaya verwendet oder einfach eine sehr unreife Frucht. Der Salat wird mit Erdnüssen, Karotte und anderen Gemüse verfeinert.

Auf jeden Fall machte das Kochen richtig Spaß und wir lernten viel über die thailändische Küche.

Hier zum Beispiel das ganz schwarze ist schwarzer Sticky Rice davon gegen den Uhrzeigersinn: die Mischung aus schwarzem und weißem Stycky Rice, weißer sticky Rice und dann zwei mal normaler Reis in verschiedenen Farben.

Um das leckere Gericht “Mango Sticky Rice“ zu bereiten, muss man den Sticky Rice am Abend zuvor einweichen und dann im Bambus korb garen. Die weißen Körner werden dann lila. Der Reis wird später mit Kokusnuss Milch und Zucker warm gemacht und zur Mango auf den Teller platziert.

Im Flyer der Cooking class stand, nach dem kochen gäbe es Thai Dancing. Als sich unser Lehrer verabschieden wollte, fragte ich nach und da freuten er und sein Küchenhelfer sich sehr! Sie legten Musik ein, drehten die Anlage auf Anschlag und begannen in der Küche mit uns wild zu tanzen. 

Insgesamt hat mir Bangkok gut gefallen, über diese Stadt streiten sich ja die Geister, viele finden sie schmutzig und zu laut. Ich fand die verglichen mit anderen Städten nicht so schlimm, vor allem der Verkehr wird vollkommen übertrieben. Andere Städte sind da viel schlimmer, meiner Erfahrungen nach. Ewig würde ich hier nicht bleiben, aber mit dem Programm, das wir gemacht haben war es wirklich eine schöne Zeit. 

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