Thailand Inseln Koh Tao und Koh Phangan

Abends fuhren wir mit dem Nachtzug weiter gen Süden. Man hätte auch  für das gleiche Geld fliegen können doch da dachten wir an die Umwelt und namen den Zug. Außerdem ist es eine Erfahrung und man spart eine Nacht im Hostel! Im Gegensatz zu Myanmar war dieser Zug sehr modern und uns wurden sogar die Betten gerichtet! 

Sehr früh morgens erreichten wir Chumphon, warteten auf den Bus zum Steg und dort noch mal bis dann um 7 die erste Fähre nach Koh Tao fuhr. Kim, meine Reisebegleiterin in Vietnam war einige Wochen zuvor hier gewesen um ihren Tauchschein zu machen und hatte uns die dpm Tauchschule empfohlen. Wir checkten gleich in deren Bungalow ein und mieteten uns nach einem kurzem Nickerchen einen Roller um die nicht ganz so große Insel zu erkunden. Jan durfte später auch mal probieren und fuhr uns erst mal in den Graben. An sich, was die Insel sehr anspruchsvoll, da sie sehr bergig war. An einem steilen Berg sind wir sogar rückwärts gerutscht, ok er war nur für einen Fahrer zugelassen, ich konnte dem Roller problemlos alleine hochfahren. 

Neben Stränden fuhren wir auch zu schönen Lookouts um die Ideen aus einer anderen Perspektive zu sehen. Wie immer musste man bei jedem Eintritt zahlen, sogar manchmal fast 2,50€ aber ja, so ist es eben in Asien!

Das war unser Lieblingsausblick, an dem wir uns einen super leckeren Fruchtshake gönnten.

In dieser Bucht planschten wir ein wenig herum und versuchten dabei die vielen Seegurken, die überall auf dem Sandboden vegetierten, nicht zu Salat zu stampfen.

Am nächsten Tag um 09:00Uhr ging es los. Julian unser Tauchlehrer begann uns die Theorie des Tauchens zu erklären. Der SSI Tauchschein besteht aus 6 Theorie Einheiten, die man mit einer App lernt um dann sein eigenes Wissen in Wiederholungstests mit multiple Choice zu testen. Es ist viel gelaber dabei und  nicht wirklich alles ist relevant, aber im großen und ganzen ist es sehr wichtig, in der Theorie zu wissen und zu verstehen, dass sich der Druck unter Wasser in Bar um je ein Bar pro 10m erhöht. Gleiches mit der Luft, dass sich deren Volumen bei 10 Metern halbiert, bei 20 m noch ein Drittel hat, denn nur mit diesem Wissen kann man verstehen, weshalb man beim auftauchen ausatmen soll (sonst platzt die Lunge, bzw. bekommt Risse). 

Nach der Theorie, bis eigentlich 11 aber weil es so viel zu fragen gibt in der Regel halb 12, zogen wir um 12 zum Hafen und wurden in Buchten gebracht. 

Am ersten Tag ging es gerade einmal auf -1,7 Meter und wir übten Skills wie Mundstück finden, Unterwassersprache, sich gegenseitig Luft geben UND ich musste mich überwinden nicht die Nase unter Wasser zu zu halten (zur großen Freude meines Papas, der schon seit 20 Jahren will das ich das endlich lerne). 

Ich habe es schon damals in Australien gehasst: unter Wasser Wasser in die Brille laufen lassen bis sie ganz voll ist und dann dieses wieder ausblasen. Schritt eins ist aber noch akzeptabel. Jetzt mussten wir jedoch die Brille abnehmen, komplett herumschwenken und dann wieder aufsetzen. Beim ersten mal wollte ich auftauchen, wurde aber von Julian an den Boden gedrückt und entschied mich dann doch um, es zu tun und wir freuten uns alle 3 unter Wasser, dass es geklappt hat. Die Kröhnung was jedoch, am nächsten Tag bei -3 Metern ohne Brille unter Wasser im Kreis zu schwimmen… Ich dachte mir, machen musst du es eh, jetzt machst du es einmal richtig und dann musst so es nie wieder machen. Ich wusste garnicht, das man durch den Mund atmen kann, wenn man die Nase nicht zu hält oder permanent ausatmen… Schon wieder was dazu gelernt.  Julian war ein sehr guter Lehrer, war ruhig unter Wasser aber trotzdem bestimmt und konsequent! Die Brille Abnehm- Nummer mussten wir sogar noch bei -20 Metern durchführen. 

Es war aber sehr gut, dass wie das alles so langsam und ausführlich lernten denn ich begann sehr an der Sicherheit während meiner Tauchgänge in Indonesien und Australien zu zweifeln.

Die Tauchschule war eine spanische Tauchschule, weswegen alle Lehrer sowie auch 80% der Schüler aus Spanien oder Südamerika kamen. Für mich war das wie ein kleiner Ausflug in meine Zeit in Südamerika und natürlich die Möglichkeit mein Spanish etwas aufzufrischen. 

Der Kurs war aber natürlich auf Englisch, denn Jans spanisch kann man vielleich noch mit “pocitito“ beschreiben. Dennoch war die Stimmung in der Tauchschule mega! Alle saßen herum, unterhielten sich und abends wurden sogar Events organisiert, wie ein argentinisches Assado!

Das war, wie zu erwarten, richtig lecker und endete in einer wunderschönen Latino Party mit vielen tanzenden Menschen und guter Musik. Lustig war, dass alle dachten Jan und ich seien ein Paar und wir deshalb nicht von außen angetanzt wurden, bis dies aufgelöst war. 

Auch an Tag zwei und drei begaben wir mit Theorie am Morgen und und gingen dann immer tiefer ins Wasser. Gerade am 2. Tag, als wir an zwei neuen Tauchspots waren, erlebten wir beeindruckende Unterwasserlandschaft mit vielen großen Fischen. Es war toll zu sehen, wie so ein riesen großer Fischschwarm binnen einer Sekunde die Richtung ändert und Baracudas im Dunkeln verschwinden. Aufgrund des hohen Wellengangs, wurde es mir ziemlich schlecht und so war ich den zweiten Tauchgang vor allen Dingen mit der Frage beschäftigt, wie man sich als Taucher am besten unter Wasser übergibt und dann wieder an Luft kommt. Außerdem begannen meine Ohren ein wenig zu spinnen und vor lauter lautet atmete ich ausversehen ständig durch die Nase aus… Egal, der Schein war damit zumindest praktisch bestanden, am Nachmittag folgte die theoretische Prüfung, die wir sogar zusammen bearbeiten konnten. Bestanden faulenzen wir ein wenig herum, aßen abends, wie jeden Abend auf Koh Tao, das Essen unseres Stammrestaurants Yang und ich ging danach noch ein Stündchen auf die Latino Party.

Irgendwie hatte ich genug von asiatischem Essen und bestellter dort zwei Tage in Folge Spaghetti mit Pilzsoße… 

Julian, Belen, Jan und ich haben alle bestehen!

Am nächsten Tag fuhren wir mit der Fähre nach Koh Phangan. Die Insel ist deutlich größer als Koh Tao und so erreichten wir mit dem Roller nicht einmal unser Ziel, da wir vor Sonnenuntergang zurück sein wollten. 

Im Hostel trafen wir Julia, die ich aus Myanmar kannte, geplant wieder und gingen gemeinsam am Strand Pizza essen. 

Koh Phangan ist die Partyinsel in Thailand da auf ihr die legendäre Fullmoonparty gefeiert wird. Sie gilt als die krasseste Party der Welt und zu Full Moon Zeiten strömen Tausende auf die Insel. Diese Party war auch unser Ziel gewesen, denn vom 07. Auf den 8. August gab es ja in jeglicher Hinsicht Grund zum feiern. 

Am Tag zuvor trafen wir einige von den vorigen Latino Parties wieder und gingen mit ihnen zu noch einer Latino Party. Die Musik macht so gute Laune, das kann ich gut 3 Tage in Folge hören.

Das ist Lucha meine Lieblings Argentinierin, ein ganz warmherziger Mensch!

Am 07. fuhren Jan, Julia und ich mit dem Roller über die Insel in den Norden um die dortigen Strände zu besichtigen.

Wir genossen Mangosmoothies im Wasser und hatten gute Unterhaltungen.

Es war bereits der 07. August also Full Moon Zeit. Schritt 1: ein Outfit Shoppen. Die ganze Läden verkaufen Full Moon Outfits von Batikshirts über mit Neonfarben gesprenkelte Hosen bis hin zu Blumenkränzen ist alles auf dem Markt und Julia und ich hatten viel Spaß, die verrückte “Einwegkleidung“ anzuziehen. Dann begannen wir zu trinken und zwar Buckets, DAS Full Moon Getränk schlecht hin. Ein kleiner Eimer voller bapsüßem Fruchtsaft oder Softdrink und billigem Alkohol.

Oder eben die günstige selbstgemachte Version.

Schritt 3: bemalen. Keine Full Moon Party auf Koh Phangan ohne Neonfarbe und zwar über den ganzen Körper bitte.

Linkes Bein: FULL MOON, rechtes Bein: Blumen und Vögel
Arme: It ‘s my Birthday, whats your present?
Gesicht: bunte Farbe und Muster.
Auch Julia wurde von mir bepinselt und bekam unter anderem viele lustige Tiere auf ihr Bein.
I like Drinks.

Und so sieht das ganze dann im richtigen Licht aus, ganz schön Fancy und bestimmt mein aufregenstes Geburtstagsoutfit aller Zeiten.

Auch Jan bekam ein paar coole Neon Accessories wie seine Captain Jacks Augen und  beschriebene Arme.

Die Party selbst war am Strand, es gab 5 verschiedene DJs, die verschiedene Musik spielten und eine Menge tanzendes Publikum, die fleißig Buckets tanken oder wie Jan Limbo unter Feuerstangen machten.

Hier kann man das Ausmaß der Strand Party stehen.

Um 12 wurde ich 21 und wir feierten bis die Sonne nach einem spektakulären Farbenspiel am Himmel die Erde erstrahlte. Ganz Full Moon Like verloren wir uns gegenseitig und fanden neue Freunde, bevor es morgens um 8 ins Bett ging.

Die Party war cool aber ich hatte sie mir spektakulärer vorgestellt. Krasser, mehr verrückte Leute, bekanntere DJs. Aber ich glaube das ist einfach weil man so große Erwartungen an diese Party hat, da sie immer von jedem so gehyped wird. Leider gab es auch viel zu wenig Schwarzlicht, fast keines, weswegen unsere coole Bemalung gar nicht zur Geltung kam.

Am nächsten Morgen verarztete ich Jan’s Fuß, der in eine Scherbe getreten war.

Meinen Geburstag verbrachten wir am Strand, wie standen ja auch erst um 14:30 Uhr auf. Abends wollten wir schön am Strand essen gehen doch wir hatten richtig Pech, denn das erste Restaurant sagte nach einer Stunde warten, es würde noch 2 weitere brauchen, das nächste hatte kein Essen mehr, dann war das nächste überfüllt und im letzten zahlten wir recht viel für nicht gerade gutes Essen. 
Am nächsten und letzten Tag auf Koh Phangan gingen wir mit Julia zum Abschied frühstücken und dann fuhren Jan und ich noch einmal zu unsrem Lieblingsstrand in den Norden der Insel. Dort Schnorcheln wie einmal in eine (doch recht große) Insel herum und schrieben Postkarten.

Auf dem Rückweg gab es einen traumhaften Sonnenuntergang und wir schossen ein paar schöne Bilder.
Die Inseln haben mir sehr gut gefallen, schöne Strände gute Laune. Mit Jan ist das reisen sehr easy und entspannt und wir verstehen uns fast immer blendend. 


Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s